

Hajusom in Bollyland
Hajusom / Ashraf Sharif Khan / Viktor Marek / Varsha Thakur
In Bollyland erforscht Hajusom, ob die Erfahrungen und Konflikte, die für die Ensemblemitglieder von Hajusom - und das Publikum - relevant sind, mit der heiteren Formensprache der populären Bollywoodfilme auf der Bühne darstellbar sind. Dabei adaptiert und demontiert Hajusom das Regelwerk der Filme: Melodramatische und tänzerische Filmzitate werden mit den persönlichen Geschichten der DarstellerInnen konfrontiert und verwoben und neue Choreografien mit Live-Musik zu einem eigenen, charakteristischen Stil von Bollyland gemischt, in dem sich klassisch-indische und westliche, traditionelle und subkulturelle Konzepte verbinden.
Die Dramaturgie basiert auf dem alten indischen Konzept der Rasas, ein Wort aus dem Sanskrit, das „der Saft, das Gefühl“ bedeutet. Indem Darsteller und Publikum, geführt von einer indischen Expertin, gemeinsam Liebe, Komik, Kummer, Heldentum, Angst, Ekel, Wut und Staunen durchleben, entsteht im Laufe der Performance ein utopisches Gefilde der großen Emotionen, das am Ende ein Wunder bereit hält.
Von und mit Ensemble HAJUSOM & Shooting Stars: Alikhan Ahmadi, Mariama Babjie, Mamadou Bah, Amelon-Maria Comoe, Zandile Darko, Francesco Di Bari, Ousmane Diallo, Sahar Eslahi, Farzad Fadai, Aminatu Jalloh, Omied Khademsaba, Aimee Nhung Le, Isaac Lokolong, Arman Marzak, Sarah Owusu, Rahmat Rezai, Maziyar Rezaei, Dennis Robert, Priscilla Schätz, Bernard Schätz
Konzept, Künstlerische Leitung: Ella Huck, Dorothea Reinicke
Musik: Sitar: Ashraf Sharif Khan; Sampler, Synthesizer, Effekte: Victor Marek
Choreografie, Gesang, Performance: Varsha Thakur
Choreografie: MARJANI: Manoj Singh, WUT: Gotta Depri
Mitarbeit Konzept, Performance: Katharina Oberlik
Tanz-Training, Mitarbeit Konzept: Negar Taymoorzadeh
Kostüm: Jelka Plate
Raum: Michael Böhler, Markus Lohmann
Mitarbeit Raum: Blandine von Ribbeck
Lichtdesign: Michael Lentner-Niyorugira
Ton: Manuel Horstmann
HAJUSOM IN BOLLYLAND ist eine Koproduktion von Hajusom sowie dem Theater im Pumpenhaus Münster. Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien. Die Shooting Stars wurden unterstützt vom Fonds Soziokultur, UNO-Flüchtlingshilfe e.V., Stiftung do und der Diakonie Hamburg.
Die Produktion wurde mit dem Innovationspreis 2011 des Fonds Soziokultur ausgezeichnet und u.a. zum Festival "Politik im Freien Theater" eingeladen.
Premiere war am 7. Januar 2011 auf Kampnagel.







