AZIMUT dekolonial – Tag des offenen Vorhangs im MARKK

Fr/15/02/2019 - 17 bis 20 Uhr
Sa/16/02/2019 - 11 bis 16 Uhr  

 

 

Nie zuvor in seiner 20-jährigen Geschichte ist das Ensemble Hajusom so tief in die Vergangenheit der Performer navigiert wie in dem aktuellen Stück AZIMUT (Kampnagel, ab 27. März 2019). Am Tag des offenen Vorhangs zeigen die jungen Darsteller zwischen 9 und 34 Jahren, wie sie das Thema „Kolonialismus“ entdecken, in der Welt, in sich selbst, in ihrer Geschichte. In Europa wird über Kolonialismus und Restitution diskutiert, bei Hajusom geht es um persönliche Erfahrungen zwischen den Welten:


My parents were born in a colonised country
Now I am in exile
where the colonists came from
Can a decolonial turn lead us …

 

Einige Performer sind für AZIMUT erstmals zurück in ihre Herkunftsländer gereist und haben Erzählungen mitgebracht, manche haben Erinnerungen in Bewegung und Dialoge und Licht umgesetzt.


Der Freitag ist der Tag der Raumnahme: Portraits der Performer werden im Museum installiert und überschreiben eine kolonial geprägte Architektur. Martin Ambara aus Kamerun spricht über seine Recherchen in europäischen Kolonial-Archiven und die Insel mit dem deutschen Namen Monika. Fäden und Story-Boxen und Mini-Performances brechen die Starre des altehrwürdigen Hörsaals auf. Am Samstag wird das Thema in Vorträgen, persönlichen Gesprächen und „Reisefilmen“ der Performer vertieft.

Einfach einsteigen und mitsegeln, Himmelsrichtung Zukunft! 

 

AZIMUT – von arabisch  السموت , as-sumūt, die Wege – ist ein Terminus aus der Astronomie. Er  bezeichnet einen nach Himmelsrichtungen orientierten Horizontalwinkel und dient der Kursbestimmung.

 

Ort: MARKK Hamburg, Rothenbaumchaussee 64
 
Eintritt frei! Speisen und Getränke gibt es im Museumscafé
 
Anmeldung: Bitte anmelden unter gabriela.vasileva@remove-this.hajusom.de

 

 

Von und mit

Ensemble Hajusom: Hamed Ahmadi (Iran), Aboubacarine Badi Maiga (Mali), Inoussa Dabré (Burkina Faso), Angelina und Julia Darko (Ghana/Deutschland), Farzad Fadai (Iran), Elmira Ghafoori (Iran), Katalina Götz (Chile), Malihe Hashemi (Afghanistan), Youssouf Madougou (Benin), Arman Marzak (Afghanistan), Nebou N'Diaye (Burkina Faso/Deutschland), Ishika Popat (Afghanistan), Dennis Robert Ebhodaghe (Nigeria), Fares Wadi (Ägypten)

Künstlerisches Team / Konzept

Künstlerische Leitung/Konzept/Regie: Ella Huck, Dorothea Reinicke

Konzeptionelle Mitarbeit: Latai Taumoepeau, Martin Ambara, AK Hamburg Postkolonial 

Konzept & Produktionsleitung: Lea Connert
Kuratorin MARKK: Suy Lan Hopmann

 



Eine Produktion von Hajusom e.V. in Koproduktion mit Kampnagel – internationale Kulturfabrik, MARKK Hamburg, Sophiensaele Berlin, FFT Düsseldorf, Theater im Pumpenhaus Münster, Sophiensaele Berlin, OTHNI Laboratoire de Théâtre de Yaoundé

Gefördert aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg

AZIMUT

Premiere: Mittwoch, 27. März 2019

Kampnagel k2, Hamburg

Weitere Termine: 28./29./30. März 2019, jeweils um 19:30 Uhr

Martinee: 30. März 2019 um 15:30 Uhr

 

Mit dem neuen Stück AZIMUT– ein Archiv performt eröffnet unser transnationales Ensemble seinen Themenzyklus Future Navigation. AZIMUT setzt bei den Erinnerungen der Hajusom-Performer an, denn der Kolonialismus durchzieht ihre von Migration und Flucht geprägten Lebensgeschichten wie eine gemeinsame Matrix.

Auf der Basis der eigenen Geschichte, Workshops mit u.a. Latai Funaki Taumoepeau (Tonga) und Martin Ambara (Kamerun) sowie reichhaltiger Recherche über postkoloniale Strukturen entstehen auf der Bühne Erinnerungsräume in einer raumgreifenden Architektur unterschiedlichster Größe und Form. In dieser modularen Sammlung von Spielzellen bewegen sich Performer wie Zuschauer: Von der Erzählung eines inszenierten Objekts in einem schlichten Zimmer über hyperrealistische Szenarien hin zu unwirklichen Traum-Räumen.


Der Parcours durch die Installation erschließt den Zuschauern Zusammenhänge und eigene Verstrickungen als sinnliche Wahrnehmung.

Von und mit

Ensemble Hajusom: Hamed Ahmadi (Iran), Aboubakar Badi Maiga (Mali), Inoussa Dabré (Burkina Faso), Angelina und Julia Darko (Ghana/Deutschland), Farzad Fadai (Iran), Elmira Ghafoori (Iran), Katalina Götz (Chile), Malihe Hashemi (Afghanistan), Youssouf Madougou (Benin), Nebou N'Diaye (Burkina Faso/Deutschland), Ishika Popat (Afghanistan), Dennis Robert Ebhodaghe (Nigeria), Fares Wadi (Ägypten)

Künstlerisches Team / Konzept

Künstlerische Leitung/Konzept/Regie: Ella Huck, Dorothea Reinicke

Produktionsleitung: Lea Connert
Ausstattung: Michael Böhler, Markus Lohmann  

Hajusom braucht Dich!

Bei Hajusom kannst Du mit anderen Geflüchteten und Menschen aus verschiedensten Ländern zusammen tanzen und kochen, Musik und Theater machen!

 

Bei Hajusom kannst Du eigene Ideen mitbringen,

denn unsere Stücke erfinden wir selbst.

 

Kontakt:

Büro Hajusom 040-4321 69 09

 

 

ImpressumDatenschutz
Aktuell