Wer und was ist Hajusom?

Die visionäre Arbeit von Hajusom beginnt 1999 in Hamburg. Im ehemaligen Weltkriegsbunker gestalten junge Künstler*innen seitdem einen Ort, wo Kunst und Leben, das Ihr und das Wir fusionieren. Hajusom versteht seine Arbeit als friedensbildend und Migration als Normalfall menschlichen Lebens. Alle Performer*innen tragen ihre individuellen Landkarten in sich.

Das Zentrum Hajusom ist:

Ensemble - Das vielfach ausgezeichnete Kollektiv junger Performer*innen entwickelt interdisziplinäre Theaterproduktionen. Die Stücke entstehen in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg, FFT Düsseldorf, Pumpenhaus Münster sowie dem Maxim Gorki Theater Berlin und werden international auf Gastspielreisen gezeigt.

Lab - In Hajusoms Nachwuchsschmiede tanzen, performen, kochen, dichten und grooven junge Geflüchtete gemeinsam mit erfahrenen Ensemble-Mitgliedern. Es entstehen Performances, Musik und Texte, die je nach Anlass in unterschiedlichen Kontexten präsentiert werden. Außerdem bietet ein regelmäßiges Mentoring-Angebot bei Bedarf Unterstützung in allen Lebenslagen.

Transfer - In Workshops und Seminaren, durch Konferenzbeiträge und Lecture Performances lernen Interessierte die Arbeitsweisen von Hajusom kennen. Transfer richtet sich an Schulen, Universitäten, Künstler*innen und Kulturschaffende, Multiplikator*innen und Ehrenamtliche.  

Hajusoms Angebote wurden als Best-Practice-Modell ausgezeichnet. Die Performer*innen betrachten Integration als wechselseitigen Prozess und arbeiten nach dem Prinzip „Each One Teach One“. Dabei sind die mehrjährig erfahrenen Mitglieder des Ensembles Hajusom Brückenpersonen für die Newcomer. Als Dolmetscher*innen, als Vorbilder und als Träger*innen des Hajusom-Spirit, eines langfristigen, generationenübergreifenden Konzepts der Kontinuität.

 

Zum transnationalen Kosmos Hajusom gehören die Nachwuchsgruppen


 

Real Explosion - Performance
Stimmen der Zukunft - Musik
ATG - Ausländer tanzen geil - Hiphop
Kabili Masala - Kochen

Der Name Hajusom besteht aus den Anfangssilben der Namen von drei Protagonisten der allerersten Gruppe: Hatice, Jusef und Omied. Sie waren unbegleitete jugendliche Geflüchtete, die weiter geflohen, abgeschoben oder Hamburger geworden sind.




Der gemeinnützige Verein Hajusom e.V. ist seit 2010 Träger der Freien Jugendhilfe.

Über Hajusom