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Hamburger Abendblatt - 08.03.2004

Street-Kids tanzen ihren Überlebenskampf


Hamburg. Grenzen zwischen Arm und Reich, zwischen Kontinenten und Kulturkreisen, zwischen Spielern und Publikum lässt die argentinische Choreographin Ines Sanguinetti nicht gelten. Sie holte Jugendliche von den Straßen in Buenos Aires, lehrte sie Singen und Tanzen. Ihr Verdienst ist die Gründung der "Crear vale la pena Foundation".

Zur Eröffnung des "Young International Performer's Festival" auf Kampnagel gaben Sanguinetti und ihre Gruppe ein agitatorisches Power-Beispiel für ihre kämpferische Arbeit mit der Kunst und zeigten ihr Tanztheater "Die Niemands".

Wie in einem Bienenkorb brummt es in den Hallen. Auf Initiative des Hamburger "Hajusom!"-Projekts für jugendliche Flüchtlinge und des "Kunstwerks" sind bis zum 14. März rund 70 junge Künstler aus Argentinien, Indien, Südafrika, Trinidad und Hamburg zu Gast.

Im khm-Club ist ein Treff für sie eingerichtet. Nebenan probiert das Pamberi-Steeldrum-Orchester aus Trinidad, passend zu den Karneval-Fotos von Jeffrey Chock im Westfoyer.

Hochstimmung auch bei der Eröffnung: Spieler und Zuschauer treffen sich zum Warm-up auf der Bühne, probieren den Kampf zwischen Arm und Reich. Ihn zeigen "Die Niemands" im fetzigen Tanz-Mix aus Modern Dance und HipHop.
Play Mas bis zum 14. März mit Veranstaltungen auf Kampnagel, im goldbekHaus und einem Finale in der Markthalle am 14. 3. ab 19.30 Uhr: "Metamorphosis" - Trinidad-Carnival mit Steeldrum-Orchester und allen Beteiligten; Info und Karten an den Spielorten.

itz

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Hamburger Abendblatt -08.03.2004:Street-Kids tanzen Überlebenskampf