Das Zentrum Hajusom

Hajusom ist ein Zentrum für transnationale Künste. Viele Menschen mit und ohne Fluchterfahrung haben es seit 1999 geformt. Der Name steht für eine einzigartige Verbindung von künstlerischer Qualität, politischem Aktivismus und sozialem Engagement.

Das Zentrum für Transnationale Künste ist:

Ensemble Hajusom

Ensemble Hajusom - Das vielfach ausgezeichnete Kollektiv junger Performer*innen entwickelt interdisziplinäre Theaterproduktionen. Die Stücke entstehen in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg, FFT Düsseldorf, Pumpenhaus Münster und werden international auf Gastspielreisen gezeigt.


Etwa einmal im Jahr zeigt das Ensemble Hajusom eine neue Performance, in Kooperation mit einem oder mehreren externen Künstler*innen. Im März 2019: AZIMUT dekolonial – ein Archiv performt in Kooperation mit Latai Taumoepeau (Tonga) und Martin Ambara (Kamerun).

LAB

LAB - In Hajusoms Nachwuchsschmiede tanzen, performen, kochen, dichten und grooven junge Geflüchtete gemeinsam mit erfahrenen Ensemble-Mitgliedern. Es entstehen Performances, Musik und Texte, die je nach Anlass in unterschiedlichen Kontexten präsentiert werden. Außerdem bietet ein regelmäßiges Mentoring-Angebot bei Bedarf Unterstützung in allen Lebenslagen.

 

Folgende Gruppen sind zur Zeit im LAB aktiv:
M.Power- Performance // Künstlerische Leitung Farzad Fadai, Elmira Ghafoori, Hamed Ahmadi
Sedah Hajusom - Musik // Carlos Andres Rico, Sergio Vasquez, Textarbeit: Hamed Ahmadi
ATG - Ausländer tanzen geil – Hiphop // Can Gülec

TRANSFER

TRANSFER  (in Planung) - In Workshops und Seminaren, durch Konferenzbeiträge und Lecture Performances lernen Interessierte die Arbeitsweisen von Hajusom kennen. Transfer richtet sich an Schulen, Universitäten, Künstler*innen und Kulturschaffende, Multiplikator*innen und Ehrenamtliche. Konzept: Zandile Darko, Ania Faas, Elmira Ghafoori, Sofie Olbers

 

Best Practice

Hajusoms Angebote wurden als Best-Practice-Modell ausgezeichnet. Die Performer*innen betrachten Integration als wechselseitigen Prozess und arbeiten nach dem Prinzip „Each One Teach One“. Dabei sind die mehrjährig erfahrenen Mitglieder des Ensembles Hajusom Brückenpersonen für die Newcomer. Als Dolmetscher*innen, als Leiter*innen der Nachwuchsgruppen und als Träger*innen des Hajusom-Spirit, eines langfristigen, generationenübergreifenden Konzepts der Kontinuität.

Das Team

Das Team im Bunker Feldstraße in Hamburg ist
unter der Telefonnummer 040-43216909 erreichbar:

 

Montag 10.30 – 16.00

Dienstag 09.00 -16.00

Mittwoch 10.00 – 14.30

Donnerstag 09.00 – 16.00 Uhr

Freitag 12.00 – 18.00


Julia zur Lippe (Koordination, Geschäftsführung) juliazurlippe@remove-this.hajusom.de

Ella Huck (künstlerische Leitung) ella.huck@remove-this.hajusom.de

Dorothea Reinicke (künstlerische Leitung) dorothea.reinicke@hajusom.de

Farzad Fadai (Leitung Sozialarbeit, Koordination Nachwuchsgruppen und Mentoring) farzad.fadai@remove-this.hajusom.de

Lea Connert (Produktionsleitung, Gastspielmanagement) lea.connert@remove-this.hajusom.de

Ania Faas (Pressekontakt):  faas.ania@remove-this.hajusom.de, Tel.: 0174-9660205
Gabriela Vasileva (Büroassistenz), gabriela.vasileva@remove-this.hajusom.de
Satenik Danielyan (Bundesfreiwilligendienst)

Lore Hoffmann (Ehrenamtliche, Mentoring)

Mehr Infos zum Team

Ella Huck

Inspiriert von einer vielfältigen Ausbildung - zunächst als Tischlerin und dann als Schauspielerin bei Jacques Lecoq an der Ecole Internationale de Thèâtre in Paris - hat sie einen handwerklichen Zugriff auf Kunst und Performance. Ihr künstlerisches Interesse gilt der Collage, dem Verbinden von Einzelteilen zu einem neuen Ganzen, das unterschiedliche Perspektiven abbildet. Bevor sie 1999 nach Hamburg zog, entwickelte sie  Theater-Performances mit dem Pumpenhaus Münster, mit Künstlern wie dem Jazz-Musiker Jan Klare (Das Dorf) und dem bildenden Künstler Markus Lohmann. Unter dem Label Fuchs-Produktion entstanden zusammen mit Dorothea Reinicke interdisziplinäre Solo-Performances, die sich mit der Spielform „Live Art“ beschäftigen. Huck ist auch als Dozentin für Performance-Kunst tätig. 


Dorothea Reinicke

Studium der Germanistik und Geschichte in Freiburg, Wien und Hamburg. Freiberufliche Schauspielerin und Performerin, Fortbildungen mit Schwerpunkt Stimme und Gesang u.a. bei Jeffrey Bihr, Drama Studio of London, Berkeley; Gilles Petit, Paris (nordindischer Raga und modale Improvisation); Prof. Ingrid Kremling, Musikhochschule Hamburg (klassischer Gesang); Bonnie Showers, San Diego (Linklater-Training, extended vocal techniques). 1993 Seitenwechsel zu Regie, Konzept, Produktion interdisziplinär angelegter Performances in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern und Musikern, meist in Koproduktion mit kampnagel Hamburg. Ihre Themen reichen von Frauenbildern in der Deutschen Romantik und im Nationalsozialismus, über Fremde und Heimat bis zu Primatenforschung, Cyborgs und dem Gesang der Vögel.


Julia zur Lippe

Studium Kunstgeschichte, Geschichte und Niederländisch in Bonn, Berlin und Köln. Stationen beim Literaturbüro Ostwestfalen und dem Literatur- und Musikfestival Wege. Nebenbei Studium des Kulturmanagements an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg. Bis 2010 arbeitete sie in Hamburg frei als Künstlermanagerin und Produktionsleitung, seit Oktober 2010 ist sie Projektkoordinatorin und Geschäftsführerin bei Hajusom e.V.


Lea Connert

Lea Connert wurde 1982 in Düsseldorf geboren. Von 2001-2007 studierte sie Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin und arbeitete als Regie- und Ausstattungsassistentin in Düsseldorf, Berlin und New York. 2008 begann sie ihr Studium der Theaterregie an der Theaterakademie Hamburg mit Schwerpunkt auf Stückentwicklungen und performativen Installationen. 2012 nahm sie am Lincoln Center Directors Lab in New York City teil und war im folgenden Jahr Artist in Residence im Fleetstreet Theater Hamburg. Seit 2013 arbeitet sie freiberuflich als Regisseurin und Produktionsleiterin u.a. für das Dockville Kunstcamp, Lichthof Theater, Theater am Strom, Haus 73 in Hamburg und im Team von Robert Wilson im Watermill Center New York. Derzeit ist sie als Tourmanagerin, Produktionsleiterin und Regisseurin für das inklusive Netzwerk Barner 16 / Meine Damen und Herren, Hajusom – Transnationales Zentrum tätig und Teil des Performance-Ensembles virtuellestheater. leaconnert.de


Jelka Plate

Studium Kunst und Bühnenbild an der HfbK in Hamburg. Installationen u.a. im Museum Ludwig Köln, Kunsthaus Dresden, Galerie für Landschaftskunst Hamburg, Deveron Arts Scotland, Museum Neukölln, Skulpturenpark Berlin_Zentrum und im Goethe Institut Ouagadougou. Ausstattung für Produktionen u.a. am Deutschen Theater Berlin, Sophiensaele Berlin, Luzerner Theater, HAU Berlin, Kampnagel Hamburg. Plate arbeitete u.a. mit Claudia Hamm, Monika Gintersdorfer, Ulf Otto, Vanessa Stern, Tobias Rausch, Bernadette LaHengst und regelmäßig mit Hajusom.


Markus Lohmann

Studium Produktdesign an der Fachhochschule Münster. Nach dem Diplom Wechsel an die HfbK Hamburg, Fachbereich Freie Kunst bei Bogomir Ecker, Carsten Höller und Nicola Torke.
Gestaltung öffentlicher und sozialer Räume, seit 2009 Bühnenbildner und Mitglied im künstlerischen Kernteam von Hajusom, von 2010 bis 2016 Vorsitzender des Vereins Hajusom e.V. [markus-lohmann.de]


Michael Böhler

Studium Freie Kunst und Bühnenbild an der Bauhaus Universität in Weimar und an der HfbK Hamburg. Lebt in Berlin. Als Bühnenbildner seit 2005 tätig bei den Regisseur*innen Matthias Kaschig, Tobias Rausch, Tanja Richter und Isabel Osthues an Theatern in Wien, Kiel, Berlin, Senftenberg, Paris und Luzern. Seit 2002 Projekte, Bühnenbilder und Spiel-Räume für Hajusom, u.a. die Jubiläums-Gala auf Kampnagel 2014 gemeinsam mit Lohmann und Plate. Ausstellungen im Kunstverein Harburger Bahnhof Hamburg, im Rahmen des Werkleitzfestivals 08 in Halle sowie der Artgenda in Hamburg. [michaelboehler.eu]


Viktor Marek  


Früh sozialisiert durch die D.I.Y. - Idee des Punk kam es mir schon immer mehr auf Interaktion von Musik mit anderen Ideen und Aspekten an - auf das Erzeugen von Stimmungen, die bewusste Entscheidung, Instrumente anders („falsch") zu benutzen -, als auf die perfekte Inszenierung einer herkömmlichen „Rockshow". Dabei steht auch immer ein sozial-basisdemokratischer Gedanke im Vordergrund, ob bei der Thematisierung der aktuellen politischen Lage mit der Band Knarf Rellöm Trinity/a Tribe called Knarf, der Reibung zwischen japanischer Kultur mit moderner elektronischer Musik und Jazz bei der Band 8doogymoto oder dem Projekt The living Musicbox & Viktor Marek mit den beiden blinden Musikern Toto Graf und Carsten Schnathorst. Denselben Ansatz verfolge ich bei der Leitung des Golden Pudel Club, einer Institution für Subkultur in Hamburg. [soundcloud.com/viktor-marek]


Carlos Andres Rico

geboren 1986, studierte in Bogotá Musik mit dem Schwerpunkt Komposition. Zur gleichen Zeit arbeitete er als Inhaltskoordinator im Kulturradio. 2009 wurde er mit dem Nationalen Jungkomponisten Preis vom Kulturministerium Kolumbiens ausgezeichnet. Seit April 2011 wohnt er in Hamburg. Hier belegte er den Masterstudiengang Multimediale Komposition welchen er im Jahre 2015 abschloss. Derzeit promoviert er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und betätigt sich nebenbei im musikalisch-sozialen Bereich durch die Arbeit mit Flüchtlingen und in dem von ihm mitbegründeten Iberoamerikanischen Netzwerk von Musikern und Künstlern (RIMA), welches lateinamerikanische und europäische Musiker verbindet und Konzerte in Hamburg veranstaltet. [carlosandresrico.com]


Sergio Vasquez

geboren in Bogota, ist ein kolumbianischer Komponist.  Von 2006 bis 2008 studierte er multimediale Komposition bei den Professoren Georg Hajdu und Peter Michael Hamel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (Master of Arts 2008). Während seines Kompositionsstudiums legte er einen Arbeitsschwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit Live-Elektronik und beschäftigt sich überdies intensiv mit den Bereichen Theater, Tanz, und Performance.

Nach zahlreichen Projekten, für die er international unterwegs war, inszenierte er 2008 sein Master-Abschlussprojekt "Mein Brot schmeckt mir anders" in der Musikhochschule (Forum) im Rahmen des Eigenarten Festivals. 2009 wurde diese Multimedia-Performance mit Schauspiel, Musik, Tanz und Video auf den Hamburger Klangwerktagen wiederaufgeführt. Seit 2010 arbeitet Sergio als freiberuflicher Komponist. Jüngstes Projekt ist u.a. Meine Träume erzähle ich Ihnen Nicht, im Auftrag des ORF Wien, Steirischer Herbst Graz. Diese  ist nominiert zum Hörspiel des Jahres bei ORF. [soundcloud.com/ser-cah]


Arman Marzak

Seit 2002 Schauspieler und Performer in allen Produktionen des Ensembles Hajusom. Nach dem Realschulabschluss 2006 Ausbildung zum Sozialpädagogen mit Praktika in der Gesamtschule Altona; nach einem Jahr Wechsel in die Ausbildung als Prothesenbauer, Abschluss 2010. Seit 2010 Catering „Essen ist Liebe“ für Betriebsfeiern, Stadtteil- und private Feste. Seit 2012 Kochkurse in der Schule Vizelinstraße und bei der Hamburger Kinder-und Jugendhilfe e.V.
2013 gründete Marzak das Unternehmen Dostan-Catering und beschäftigt ein internationales Team von Köchen. [dostan.de]


Can Gülec

Tanzt seit 2006 und ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Tänzer und Choreografen in Hamburg, was er vor allem seinem einzigartigen Repertoire verdankt, das von Hip Hop über House bis hin zu Ballett diverse Stile umfasst. 2009 Zusammenarbeit mit Xavier Naidoo bei „Alles kann besser werden“ (Video), 2010 Tanz und Choreografie für ein Video von Mehrzad Marashi. 2010 Auftritt bei der EXPO in Shanghai, Projekte mit dem Goethe-Institut in Russland, der Türkei und Indien. Can Gülec unterrichtet an der renommierten Hip-Hop-Academy in Hamburg sowie im On Stage Trainingscenter und arbeitet regelmäßig mit Hajusom zusammen. [canguelec.de]


Farzad Fadai

Ensemble-Mitglied und bei Hajusom seit 2009, studiert Soziale Arbeit an der HAW und ist Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Politisch aktiv ist er in der „Liste Studium Zukunft“ und dem Studierenden-Parlament. Als Betreuer kümmert er sich bei Hajusom um die Newcomer-Gruppen, insbesondere in den Bereichen Performance und Mentoring.


Zandile Darko

Studium der Kultur- und Bildungswissenschaften an der Leuphana-Universität Lüneburg und der University of Ghana. 2015/16 London International School of Performing Arts, Studium der Physical Arts als Stipendiatin der Alfred Töpfer Stiftung. Bei Hajusom seit 2010 als Performerin, Mentorin und Regie-Assistentin sowie im Transfer bei Konferenzen und Festivals. [zandiledarko.com]



Die für Konzept und Realisierung der meisten Produktionen zuständigen Techniker sind inzwischen auch ein Teil der Hajusom-Familie geworden: Michael Lentner, Marek Lamprecht / Lichtdesign; Manuel Horstmann / Ton; Uwe Sinkemat / Bühne; Kirsten Rusche / Videotechnik und last but not least unser Dokumentarist und Videograph Mathis Menneking.

Auszeichnungen

2016 wurde Hajusom mit seinem Nachwuchsprojekt "Zukunftskünste" für den BKM-Sonderpreis Kulturelle Teilhabe nominiert. das gender_ding, die erste Produktion des Nachwuchsensembles Neue Sterne, erhielt 2015 den Bundespreis der Berliner Festspiele und wurde für den BKM-Preis Kulturelle Bildung nominiert. Im Herbst 2014 erhielt Hajusom e.V. den Max-Brauer-Preis der Alfred Töpfer Stiftung für besonderes kulturelles und gesellschaftliches Engagement in Hamburg. Mit der Produktion Hajusom in Bollyland wurde das Ensemble mit dem Innovationspreis Soziokultur 2010/2011 ausgezeichnet und auf das renommierte Festival Politik im Freien Theater eingeladen. Das Musical Back Up Story erhielt 2008 den Nationalen Förderpreis der Hamburg Mannheimer Stiftung. Das Ensemble  war mit der Produktion 7 Leben Preisträger der Berliner Festspiele (2001) und wurde 2003 für Kinder der Regenmacher erneut nominiert.


ImpressumDatenschutz
Über uns